Was ist Schamanismus?

Schamanismus ist eine jahrtausendalte Tradition, die vor allem Heilung und Transformation beinhaltet. Der Name kommt ursprünglich von den tungusischen Völkern und dem Wort »šaman«, was in der mandschu-tungusischen Sprache so viel bedeutet wie »jemand, der weiß«. Schamanen und Schamaninnen gelten also ganz traditionell als besondere Wissensträger und spirituell Erleuchtete, denen es bei schamanischen Ritualen gelingt, einen ekstase-ähnlichen Bewusstseinszustand zu erreichen. Das Ziel dabei ist es, dass die Seele den Körper verlässt und ins Jenseits reist. 

Als schamanische Reise bezeichnet man eine Zeit, in der die Weisheit spiritueller Helfer, wie z. B. Krafttiere, Pflanzen, Vorfahren oder anderer natürlicher Wesen aufgesucht wird. Das Konzept des Schamanismus kann im weiteren Sinne als eine Art Gebet verstanden werden, bei dem man einen Weg sucht, mit dem Heiligen oder Göttlichen zu kommunizieren.

Schamanismus findet sich in fast allen Kulturen. In Ländern wie Sibirien, der Mongolei, Südamerika, Korea, Nepal und Australien ist diese Tradition noch bis heute erhalten geblieben. Hier werden immer noch Schamanen oder Schamaninnen gerufen, um beispielsweise Krankheiten zu vertreiben, Verstorbene zu beschwören oder bei Neubauten von Häusern für einen guten Geist zu sorgen.
  

Schamanen ist es möglich, 

zwischen den Welten zu tanzen.